Lange Nacht der Weltmusik

Freitag, 1. Dezember 2017, 19.30 Uhr, Sargfabrik Wien

Nach dem großen Erfolg der Langen Nacht der Weltmusik im letzten Jahr, möchten wir auch heuer mit der Sargfabrik die heimische Weltmusikszene in den geballten Fokus eines langen Konzertreigens stellen. Fünf Bands, die die musikalische Vielfalt Wiens widerspiegeln und die aktuelle, aufstrebende Weltmusikszene repräsentieren, finden an einem Abend auf der Bühne der Sargfabrik zusammen. Von Indien über Syrien, zum Balkan, nach Westafrika und bis Kolumbien führt die musikalische Reise, die ihren Höhepunkt in Wien findet. Wir freuen uns auf eine lange Nacht, die garantiert mit einer Tanzparty ausklingen wird!

Programm:

Kathak 2.0 (Indien, Iran, Ö) - 19.30 Uhr
Orwa Saleh & Basma Jabr (Syrien) - 20.15 Uhr
Cheikh Ndao & friends (Westafrika) - 21 Uhr
Petaw Band (Senegal, Kolumbien, Kroatien, Ö) - 21.45 Uhr
Balkan Tango Vibes (Serbien, Slowakei, Italien, Ö) - 22.30 Uhr

Alle Infos unter www.sargfabrik.at

Womex 2017

25.-29. Oktober, Kattowitz, Polen

Die IG World Music Austria ist dieses Jahr wieder bei der WOMEX dabei! Wir sind am Österreich-Stand mit der Nummer 170-177 zu finden.

R.I.P. Alp Bora

Der Botschafter der österreichischen Weltmusik und der musikalische Brückenbauer der Kulturen Alp Bora ist vergangene Woche unerwartet verstorben

Der Sänger und Gitarrist Alp Bora war einer der bedeutendsten Botschafter der österreichischen Weltmusikszene. Er war Bewahrer jener anatolischen Volkslieder, die er bereits als Kind gehört hatte, und spannte gleichzeitig den musikalischen Bogen gekonnt zu einem zeitgenössischen urbanen Weltmusiksound. Seine Musik steht für Völkerverbindung, für kulturelle Vielfalt, für eine kunstvolle Zusammenführung der unterschiedlichsten Klangtraditionen zu einem homogenen Ganzen. Befreit von jeglichen Scheuklappen versuchte er immer, Brücken zu schlagen und Verbindungen herzustellen, zwischen den verschiedenen kulturellen Musiktraditionen (seiner alten und neuen Heimat), lokalen Spielformen und Musikepochen. Immer den Blick auf das Moderne gerichtet, verlor er sich dabei niemals im einfachen Wiedergeben oder Zitieren des bereits Bekannten und tausend Mal Gehörten, vielmehr deutete er liebe- und respektvoll das Alte neu, wie es nur wenige auf diese kunstvolle Weise beherrschten.

Vergangene Woche ist Alp Bora viel zu jung und völlig unerwartet an Herzversagen verstorben. Am Mittwoch, 15. März, fanden in der Brunnenpassage viele österreichische und türkische FreundInnen, KollegInnen und WegbegleiterInnen zusammen, um in einer bewegenden Gedenkfeier von Alp Bora gemeinsam Abschied zu nehmen, bevor am Abend seine sterblichen Überreste nach Istanbul überführt wurden.

Wir sind zutiefst betroffen und traurig, mit Alp Bora verliert die österreichische Weltmusikszene einen großen Künstler mit Tiefgang und Intellekt.